Dr. Harald Beuß ist Geschäftsführender Gesellschafter der HEYSENBERG GmbH. Im Interview spricht er über die Bedeutung von RCEP, vergleicht das Abkommen mit den bestehenden Handelsbeziehungen und zeigt Chancen für Investoren auf.

Im November vergangenen Jahres war die Tinte fest, unter dem 15 Staaten umfassenden und damit größten Freihandelsabkommen der Welt – RCEP. Das Abkommen umfasst ca. 30% der Weltbevölkerung. Die einzelnen Mitgliedsstaaten werden vermutlich von niedrigen Handelshindernissen profitieren, wie dem Wegfall der Zölle. Welche Bedeutung hat dieses Abkommen für europäische Investoren in Emerging Markets?

Harald Beuß: Zunächst einmal hat das Abkommen vor allem symbolische Kraft, die Bedeutung liegt weniger in seinen tatsächlichen wirtschaftlichen Effekten. Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) wurde von den ASEAN-Staaten initiiert, die beteiligten 15 Länder, darunter neben China auch Australien, Neuseeland, Korea, Japan, Indonesien und Malaysia, verhandelten zwar seit 2012 über ein regionales Freihandelsabkommen, waren aber schon vor RCEP in verschiedenen separaten Abkommen unterschiedlicher Intensität miteinander verbunden. Bei 15 Ländern ergeben sich 105 bilaterale Handelsbeziehungen, über 100 davon waren bisher schon von Abkommen abgedeckt. Die positiven ökonomischen Effekte sind insgesamt also eher begrenzt, dennoch stärkt es den neuen, dynamisch wachsenden Asien-Pazifik-Block, insbesondere China als aufstrebende Weltwirtschaftsmacht. RCEP ist für die Exporteure in der Region eindeutig positiv und dürfte die im Vergleich zu den westlichen Industrienationen schnellere Konjunkturerholung der asiatischen Emerging Markets nochmals beflügeln.

 

Quelle: Businesstalk am Kudamm

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