Nachhaltig investieren und Rendite generieren, passt das zusammen? Diese Frage haben wir uns in den letzten Jahren immer wieder gestellt, und in zahlreichen Artikeln jedes Mal mit „ja“ beantwortet. Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit erst durch die Coronakrise und insbesondere in den letzten Monaten dann durch den Ukrainekrieg in der öffentlichen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund gerückt ist, hat es doch nichts an Aktualität und Dringlichkeit eingebüßt. Nicht nur der jüngst veröffentlichte zweite Klimabericht des Weltklimarats der Vereinten Nationen warnt eindringlich vor den kaum noch abwendbaren, verheerenden Folgen des menschenverursachten Klimawandels, wir alle haben die zunehmende Erderwärmung in den letzten Sommerwochen mit immer neuen Hitzerekorden und anhaltenden Dürrephasen wieder am eigenen Leib erfahren müssen.
In diesem Artikel gehen wir der Frage nach, welche Möglichkeiten es gibt, mit Investitionen in erneuerbare Energien nicht nur dem Klimawandel entgegenzuwirken, sondern parallel auch die Abhängigkeit von klimaschädlichen, fossilen Energieträgern zu reduzieren, die oftmals leider aus autokratisch regierten Ländern stammen, die unser auf Respekt für Menschen- und Freiheitsrechte sowie völkerrechtliche Prinzipien basierendes Wertesystem ablehnen. Nach einer kurzen Zusammenfassung des Klimaberichts des Weltklimarats durchleuchten wir die aktuelle Situation der erneuerbaren Energien weltweit und insbesondere in Deutschland, bevor wir einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten geben, wie man aktuell in erneuerbare Energien investieren kann. Als Fazit folgt abschließend eine persönliche Empfehlung.
1. Klimabericht des Weltklimarats:
Ende Februar 2022 wurde der zweite Klimabericht des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) der Vereinten Nationen veröffentlicht; leider blieb er vor dem Hintergrund des just zu diesem Zeitpunkt gestarteten russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine medial vergleichsweise unbeachtet.
Die wesentlichen Erkenntnisse des Klimaberichts sind erschreckend. Ob das von 196 Staaten im Rahmen des Pariser Klimaabkommens 2015 vereinbarte Ziel, die Erderwärmung bis 2050 auf 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, überhaupt noch erreicht werden kann, ist zunehmend fraglich. Die negativen Auswirkungen der Erderwärmung und des damit einhergehenden Klimawandels zeigen sich bereits jetzt in zunehmendem Maße, in der gleichzeitigen Häufung extremer Wetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen und Waldbränden einerseits sowie Starkregen und Überschwemmungen andererseits. Wichtige Ökosysteme und damit der Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen werden durch Extremwetter zerstört, die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen wird hierdurch gefährdet; dies wird wohl in nicht allzu ferner Zukunft größere Migrationsbewegungen auslösen, weil immer mehr Menschen aus ihren zunehmend lebensunwürdig werdenden Heimatländern fliehen müssen.
Der russische Angriffskrieg verstärkt die negativen Auswirkungen des Klimawandels leider auch noch zusätzlich; einerseits durch eine Reaktivierung bereits stillgelegter, umweltschädlicher Kohlekraftwerke in einigen europäischen Ländern zur Sicherstellung der Stromversorgung, andererseits durch verhinderte bzw. eingeschränkte Getreideexporte aus der Ukraine, die üblicherweise hauptsächlich in Länder gehen, die von extremen Wetterereignissen ohnehin schon besonders betroffen sind.
Der Klimabericht zeigt jedoch auch das Potenzial gesunder bzw. wiederhergestellter ehemals geschädigter Ökosysteme im Kampf gegen die Erderwärmung auf, die Menschen und Tiere mit ausreichend Wasser und Nahrung versorgen können. Die zur Aufrechterhaltung der Lebensgrundlagen von Menschen und Tieren benötigte Energie sollte daher zukünftig vorzugsweise möglichst nachhaltig produziert werden bzw. aus erneuerbaren Quellen stammen. Mit diesen werden wir uns im Folgenden beschäftigen:
2. Erneuerbare Energien weltweit:
Als erneuerbaren Energien bezeichnet man i.d.R. Energiequellen, die für eine nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen (oder sich zumindest verhältnismäßig schnell wieder erneuern). Zu ihnen gehören Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Meeresenergie, Geothermie und Bioenergie (Biomasse). Fossile Energien (Erdöl, Erdgas, Kohle), deren umfangreiche Nutzung die industrielle Entwicklung der Weltwirtschaft in den letzten beiden Jahrhunderten ermöglichte, sind dagegen endlich (bzw. regenerieren sich erst über einen Zeitraum von Millionen Jahren) und tragen durch den bei ihrer Verbrennung zur Stromerzeugung bzw. Energiegewinnung verursachten Kohlendioxid-Ausstoß wesentlich zur Erderwärmung bei.
Inzwischen sind erneuerbare Energien in vielen Ländern der Erde eine günstigere Energiequelle als fossile Energien. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass schon seit geraumer Zeit die meisten neuen Investitionen schwerpunktmäßig in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen:
Quelle: BloombergNEF, Stand 2020
3. Erneuerbare Energien in Deutschland:
Selbst in einem klimatisch für erneuerbare Energien eher herausfordernden Land wie Deutschland steigt der Anteil erneuerbarer Energien insbesondere an der landesweiten Stromerzeugung seit vielen Jahren stetig an (trotz des geringfügigen, durch weniger Wind und Sonnenschein ausgelösten Rückgangs in 2021) und liegt nach ersten Schätzungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) inzwischen bei ca. 49 %.
Quelle: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat); Umweltbundesamt
Aufgrund des im Vergleich zur Stromerzeugung noch recht niedrigen Anteils der erneuerbaren Energien in den Sektoren Wärme und Verkehr konzentrieren wir uns bei den folgenden Ausführungen auf die Stromerzeugung:
Quelle: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat); Umweltbundesamt
In den ersten sechs Monaten 2022 wurden in Deutschland insgesamt über 137 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Dies entspricht einer Steigerung um etwa 14 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 (121 TWh). Gründe für die Entwicklungen waren zum einen günstigere Witterungsbedingungen als im Vorjahr (mehr Wind und Sonnenschein). Darüber hinaus machte sich auch der steigende Zubau an neuen Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) bemerkbar. In der Folge wurden in den Monaten Mai und Juni 2022 jeweils neue Höchststände bei der PV-Stromerzeugung registriert. Zur besseren Einordnung: In beiden Monaten wurde aus PV-Anlagen in etwa so viel Strom ins öffentliche Netz eingespeist wie aus allen Erdgas- und Steinkohlekraftwerken zusammen.
Windenergie: Wegen besserer Windbedingungen als im vergleichsweise windarmen ersten Halbjahr des Vorjahres stieg die Stromerzeugung aus Windenergie um etwa 18 Prozent von 58 TWh (2021) auf 69 TWh im ersten Halbjahr 2022 an. Die Windenergie steuerte damit etwa die Hälfte des gesamten erneuerbaren Stroms bei. Etwas mehr als vier Fünftel (fast 57 TWh) des Windstroms wurde an Land erzeugt, der Rest von Windenergieanlagen auf See (etwa 12 TWh).
Welch erhebliches Ausbaupotenzial im Bereich Windenergie noch existiert, zeigt die Tatsache, dass der Zubau neuer Windkraftanlagen an Land im 1. Halbjahr 2022 auf nunmehr schon seit einigen Jahren vergleichsweise niedrigem Niveau lag und seit Mitte 2020 keine weiteren Offshore-Windenergieanlagen mehr in Betrieb genommen wurden. In Summe stieg die installierte Windenergie-Leistung in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 nur um etwa 1,5% von 56,1 GW auf 57,0 GW (ca. 80% davon an Land und ca. 20% offshore).
Quelle: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat); Umweltbundesamt
Photovoltaik: Erfreulicher sieht die aktuelle Ausbau-Situation im Bereich Photovoltaik aus. Für sie waren die Witterungsbedingungen über weite Teile des ersten Halbjahres 2022 sehr günstig. In Summe lag die Sonneneinstrahlung deutlich über dem Wert des Vorjahres und sogar noch höher als in den beiden Rekordjahren 2003 und 2020. Das günstige Wetter sorgte – zusammen mit dem vergleichsweise stark gewachsenen Anlagenpark – für einen deutlichen Anstieg: Mit etwa 33 TWh wurde fast 22 Prozent mehr Strom mit PV-Anlagen erzeugt als im Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten 2022 wurden etwa 3,65 GW an neuer PV Leistung installiert. Damit stieg die installierte Leistung von 58,7 GW Ende 2020 um etwa 6 Prozent auf 62,4 GW.
Quelle: Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat); Umweltbundesamt
Vergleicht man auf der Grundlage dieser Daten die Erzeugungseffizienz, d.h. das Verhältnis von installierter Leistung zu tatsächlicher Stromerzeugung, stellt man fest, dass Wind der Photovoltaik deutlich überlegen ist: Aus 57,0 GW installierter Windleistung wurden im ersten Halbjahr 2022 68,8 TwH Strom erzeugt. Bei der Photovoltaik waren es dagegen nur 32,9 TwH Strom aus einer installierten Leistung von 62,4 GW. Gleichzeitig wurden bei der Photovoltaik im ersten Halbjahr aber vier Mal so viel neue Leistung zugebaut wie bei der Windenergie!? Hier gilt es, in Zukunft entschieden „gegenzusteuern“ und neue Investitionen in die weitaus leistungseffizientere Windenergie fließen zu lassen.
Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie: Aus Biomasse wurde im ersten Halbjahr 2022 eine Strommenge von knapp 26 TWh erzeugt. Dies entspricht in etwa dem Wert der Vorjahre. Auch die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen liegt mit knapp 10 TWh auf dem Niveau der Vorjahre. Der Anteil von Biomasse und Wasserkraft an der Stromerzeugung sinkt aufgrund des Zubaus bei Wind- und Sonnenenergie kontinuierlich (auf derzeit ca. 25%). Die Geothermie trägt mit etwa 0,1 TWh weiterhin nur marginal zur Stromversorgung bei.
4. Investition in erneuerbare Energien:
Waren es zu Beginn des Jahrtausends in erster Linie öffentliche Fördermittel und Subventionen, durch die der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben wurde (vgl. Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG 2000; Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz EEWG 2009), so führten die durch den technologischen Fortschritt ausgelöste deutliche Preisreduzierung z.B. von Photovoltaik-Anlagen sowie die in zunehmendem Maße industrialisierte Windenergieproduktion (z.B. in Offshore-Windparks) dazu, dass sich immer mehr Erneuerbare-Energie-Anlagen inzwischen auch ohne Subventionen und Fördermittel finanzwirtschaftlich rechnen.
Eine Studie der Energy Watch Group aus Oktober 2021 kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass eine vollständige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2021 preiswerter gewesen wäre als aus dem aktuellen Mix aus fossilen und erneuerbaren Energien. Finanz- und energiewirtschaftlich ist es somit auf jeden Fall sinnvoll, zukünftig weiterhin gezielt in Erneuerbare-Energie-Anlagen zu investieren und den aktuellen Aufwärtstrend fortzusetzen: Einer Analyse der Bloomberg New Energy Finance (BNNF) zufolge wurden im Jahr 2021 mit weltweit 755 Milliarden Dollar mehr Investitionen in Erneuerbare Energien, Wärme, Elektromobilität und Energiespeicher getätigt als jemals zuvor, ca. 25% mehr als im Jahr 2020.
Regulatorische Grundlagen: Nachhaltige Investitionsmöglichkeiten, zu denen die Erneuerbaren Energien zählen, zu erkennen, gestaltete sich für Anleger*innen bis vor Kurzem jedoch schwierig, da einheitliche Standards, Regularien oder Definitionen fehlten. Zumindest in der EU hat sich dies mit dem Inkrafttreten der Offenlegungs-Verordnung (über die Veröffentlichung von Informationen der Finanzmarktteilnehmer zur Nachhaltigkeit ihrer Investitionsentscheidungen) im März 2021 bzw. der Taxonomie-Verordnung (über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen) im Januar 2022 geändert. Hierdurch werden Vorgaben für nachhaltige Investitionen definiert und Finanzmarktprodukte wie z.B. Investmentfonds entsprechend einheitlich klassifiziert (zumindest in der Theorie):
Artikel 6, Transparenz bei der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken: Diese Fonds berücksichtigen im Investmentprozess keine Nachhaltigkeitsrisiken oder nur in geringem Umfang.
Artikel 8, Transparenz bei der Bewerbung ökologischer und/oder sozialer Merkmale (in vorvertraglichen Informationen): „Hellgrüne“ Fonds, die u.a. ökologische oder soziale Merkmale oder eine Kombination aus diesen Merkmalen bewerben. Dies muss transparent dargestellt und im Jahresbericht dargelegt werden.
Artikel 9, Transparenz (in vorvertraglichen Informationen) bei nachhaltigen Investitionen: „Dunkelgrüne“ Fonds, die eine nachhaltige Investition, d.h. eine Nachhaltigkeitswirkung („Impact“), anstreben oder ein explizites Nachhaltigkeitsziel verfolgen.
In der Praxis hat sich bisher bei Fonds und Fondsgesellschaften zwar noch keine einheitliche Definition bzw. Verwendung für diese drei Kategorien etabliert, dies wird sich in naher Zukunft aber sicherlich ändern. Nichtsdestotrotz können diese drei Artikel bzw. deren Anwendung auch jetzt schon zur besseren Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit einzelner Fonds und Fondsgesellschaften beitragen.
Nachhaltige Aktieninvestments: Im Januar 2021 hatten wir in einem Artikel dargelegt, dass für Aktien ein positiver Zusammenhang zwischen höherem Nachhaltigkeitsfokus und besserem Rendite-Risiko-Profil zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte (bei Anleihen fehlte uns damals noch die valide Datenbasis, daher bleiben sie auch jetzt bei den folgenden Ausführungen außen vor): Je konsequenter die Anlagestrategie eines ETFs oder Fonds auf das Thema Nachhaltigkeit ausgerichtet war, desto besser war das Rendite-Risiko-Profil dieser ETFs oder Fonds. Eine aktuelle Überprüfung der damaligen ETF-/Fonds-Vergleiche hat ergeben, dass sich an diesem positiven Zusammenhang seitdem nichts geändert hat.
Eine Investition in erneuerbare Energien kann weltweit breit gestreut über spezielle ETFs oder Fonds stattfinden (die i.d.R. durch den Zusatz „Clean Energy“ oder „New Energy“ im Namen erkennbar sind). Diese investieren in Unternehmen, deren Geschäftsfelder überwiegend Bereiche wie z.B. Photovoltaik, Windkraft, Wasser, Geothermie o.ä. abdecken (ggf. zusätzlich auch Zukunftsthemen wie z.B. Wasserstoff). Derartige Fonds/ETFs sind liquide, d.h. täglich handelbar (über eine Börse oder die Fondsgesellschaft) und eignen sich damit sowohl für langfristige, strategische als auch für kurzfristige, taktische Investitionen.
Soll die Investition gezielter stattfinden, z.B. mit regionalem Schwerpunkt und/oder „nur“ in bestimmte erneuerbare Energien, kann dies über sog. Alternative Investmentfonds (AIF) erfolgen, die z.B. ausschließlich bzw. schwerpunktmäßig in deutsche Photovoltaikanlagen oder amerikanische Windkraftanlagen (oder umgekehrt) investieren. Derartige Investitionen sind i.d.R. längerfristiger Natur, z.B. über einen Zeitraum von 10-15 Jahren, und illiquide, d.h. nicht oder nur eingeschränkt handelbar. Sie haben somit immer strategischen Charakter und müssen zum langfristigen Anlagehorizont der Anleger*innen passen.
Darüber hinaus gibt es natürlich auch die Möglichkeit, direkt in Erneuerbare-Energie-Anlagen zu investieren; sowohl selbst zur eigenen Nutzung (z.B. mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Eigenheims) als auch unternehmerisch in Form einer Beteiligung an einer gewerblichen Windkraft- oder Photovoltaikanlage (z.B. auf einer Scheune oder Fabrikhalle). Derartige Direktinvestitionen haben i.d.R. einen regionalen bzw. persönlichen Bezug und konzentrieren sich oftmals auf nur einen Standort. Unter anlagestrategischen Gesichtspunkten erfüllen sie somit nicht das Gebot der Risikostreuung (über mehrere Vermögenswerte und/oder Standorte), sondern bündeln das Investitionsrisiko in nur einem Vermögenswert. Hier sollte daher im Vorfeld eine sehr genaue Prüfung des Investitionsvorhabens stattfinden (die bei den vorstehend genannten indirekten Investitionen durch professionelle Fondsmanager*innen erfolgt).
5. Fazit:
Die vorstehende Aufzählung der verschiedenen Investitionsmöglichkeiten ist als wertungsneutral zu verstehen. Alle Varianten haben bestimmte Vor- und Nachteile, die vor einer Investitionsentscheidung miteinander verglichen bzw. gegeneinander aufgewogen werden müssen. Die eine „ideale“ Investition gibt es normalerweise nicht. Aufgrund der Komplexität des Themas empfiehlt es sich, Investitionen nur bei bzw. mit erfahrenen Partnern – Fondsgesellschaften, Emissionshäusern, Projektentwicklern, Anlagenbauern bzw. Handwerkern – zu tätigen.
Grundsätzlich sind Investitionen in erneuerbare Energien sehr vorteilhaft. Sie helfen, der Erderwärmung entgegenzuwirken und die negativen Folgen des Klimawandels abzufedern. Sie sind – wenn die Grundsätze der Risikostreuung der Vermögenswerte bzw. Prüfung des Investitionsobjekts eingehalten werden – i.d.R. auch lukrativ, d.h. erwirtschaften attraktive Renditen, die problemlos mit denen von Investitionen in herkömmliche, nicht nachhaltige Vermögenswerte konkurrieren können. Wie groß das Potenzial der Erneuerbaren Energien allein in Deutschland noch ist, zeigt abschließend das folgende Schaubild:
Quelle: Quarks, WDR
Angesichts unserer inzwischen langjährigen Erfahrung mit eigenen Investments sowohl in Erneuerbare-Energie-Fonds/ETFs als auch in Photovoltaikanlagen, die unsere Renditeerwartungen in den letzten Jahren stets erfüllt haben, können wir allen Anleger*innen derartige Investitionen in erneuerbare Energien „guten Gewissens“ empfehlen!
© 2022 by HEYSENBERG GmbH
Quellen:
IPCC, 2022: Climate Change 2022: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Contribution of Working Group II to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change [H.-O. Pörtner, D.C. Roberts, M. Tignor, E.S. Poloczanska, K. Mintenbeck, A. Alegría, M. Craig, S. Langsdorf, S. Löschke, V. Möller, A. Okem, B. Rama (eds.)]. Cambridge University Press. In Press; https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/
Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2021, Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien – Statistik (AGEE-Stat), Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Februar 2022, https://www.erneuerbare-energien.de/EE/Navigation/DE/Service/Erneuerbare_Energien_in_Zahlen/Aktuelle-Informationen/aktuelle-informationen.html
Eine Vollversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien inklusive Speicher ist bereits heute wettbewerbsfähig und würde Energiekosten senken, Energy Watch Group, T. Traber, H.-J. Fell, S. Marquitan, Oktober 2021, https://www.energywatchgroup.org/wp-content/uploads/Kurzstudie-Energiekosten-2021.pdf
Global Investment in Low-Carbon Energy Transition hat $755 Billion in 2021, Bloomberg NEF, Januar 2022, https://about.bnef.com/blog/global-investment-in-low-carbon-energy-transition-hit-755-billion-in-2021/
Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32019R2088&from=DE
Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32020R0852&from=EN






